Mein Dividenden-Aktiendepot

Heute möchte ich mein Dividenden-Aktiendepot vorstellen und mit euch teilen, damit ihr einen Überblick bekommt, wie es bei mir im Moment ausschaut.

Wie der Name schon sagt, verfolge ich mit meinem Depot die Dividendenstrategie. Das heißt ich möchte langfristig in starke und sichere Aktien investieren, um mir einen regelmäßigen, monatlichen Cashflow aufzubauen.

So lange ich also meine Dividenden gezahlt bekomme, ist die Wertentwicklung der einzelnen Aktien eher zweitrangig. Dennoch macht es natürlich Spaß zu sehen, wie sich die Aktien weiter im Wert entwickeln.

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Warum die Dividendenstrategie?

Im Prinzip ist dies recht schnell beantwortet. Wie ich oben bereits sagte, möchte ich gerne monatlich mehr Geld auf dem Konto haben, denn das Ziel ist irgendwann die finanzielle Freiheit. Ich sehe hier einfach den Vorteil, dass ich lieber kontinuierlich Summe X im Monat bekomme, als wenn ich mich später dann von einer Aktie trennen muss, damit ich Einkommen generieren kann.

Der zweite Grund ist die Beständigkeit. Die Kurse der Aktien können, je nach Weltgeschehen, gerne mal ordentlich im Kurs schwanken. Bei sorgfältig ausgewählten Unternehmen bleibt die Dividende aber konstant und durch das Dividendenwachstum steigen sie eher, als dass sie gekürzt werden.


Mein Depot

In meinem Dividenden-Aktiendepot befinden sich aktuell 43 Unternehmen. Davon sind 23 „normale“ Unternehmen, 17 REITs und 3 ETFs. Mein Hauptaugenmerk liegt dabei auf dem US-Markt, weshalb die ETFs zur weltweiten Diversifikation dienen.

Die REITs sind als Anlage-Diversifikation gedacht, da sie sich nicht auf Produkte im eigentlichen Sinn spezialisieren, sondern auf Immobilien. Mehr dazu kann man in meinem Beitrag „Reit – die entspannte Art in Immobilien zu investieren“ nachlesen.

Derzeit befinden sich 11 sogenannte Dividendenchampions, 8 Contender und 10 Challenger in meinem Depot. Die restlichen Unternehmen sind in der CCC-Liste von David Fish und Justin Law nicht gelistet, weisen aber auch eine lange Dividendenhistorie vor.

Im Durchschnitt zahlen meine „normalen“ Unternehmen seit 27 Jahren eine Dividende. Bei den Reits liegt der Schnitt bei 13 Jahren und die ETFs zahlen seit 12 Jahren eine Dividende.

Unternehmen im Dividenden-Aktiendepot

In meinem Depot beanspruchen die Dividendenchampions aktuell 43% vom gesamten Investment. Das Ziel ist hier 50 – 55%. Sie sind sozusagen mein Grundstein und meine Absicherung, weshalb der Anteil hier deutlich größer ist. 34% des Depots besteht aus Contendern und Challengern. Und 3,7% nehmen aktuell die ETFs ein.

Die Contender und Challenger liegen in meinem Zielbereich von 30 – 35% des Portfolios. Bei den ETFs ist meine Zielsetzung ca. 10 – 15%. Aktuell nehmen meine REIT Investitionen knapp 30% vom gesamten Depot ein. Da mein Zielwert hier bei ca. 20% liegt, werde ich dort erstmal keine weiteren Investitionen tätigen.

Insgesamt soll jeder Wert zwischen 2 – 3% vom Depot einnehmen, damit ich eine breite Diversifikation habe. So würden eventuelle Ausfälle nicht so stark ins Gewicht fallen.


Depot-Einblick

Eine kurze Erklärung dazu. Neben den obligatorischen Werten, wie Shares, Einkaufspreis gesamt, Marktwert gesamt etc., gibt es noch andere Werte auf die ich kurz eingehen möchte. Das YoC (Yield on Costs) spiegelt meine Rendite in Bezug auf den Anschaffungspreis wieder.

Das Wachstum (Growth) bezieht sich hier auf das Dividendenwachstum der einzelnen Aktien in den letzten 5 Jahren. Die Div. Total (Gesamte Dividende pro Jahr) ist in Euro angegeben und wurde dementsprechend vom Dollar, Pfund oder kanadischen Dollar umgerechnet.

farbliche Markierungen

Die farblichen Markierungen beim GUV sind selbsterklärend. Beim YoC sind alle Unternehmen rot gekennzeichnet, die unter 5% liegen. Grün sind alle, die über 8% liegen. Beim Yield heißt rot, dass sie unter 1% liegen und grün über 4%.

Anmerkung: Der YoC-Wert ist eher als Spaßwert zu sehen. Denn obwohl die Werte recht gehäuft rot sind, zeigen sie doch eine höhere Zahl, als der Yield-Wert. Ich habe also nicht so schlecht eingekauft. Er ist eher als ein „Ansporn-Wert“ zu betrachten und wird über die Zeit noch steigen.

Die rote Kennzeichnung bei der Gewichtung bedeutet nur, dass die Werte entweder größer als 5% oder kleiner als 1% sind. Größer heißt dabei, dass ich meine Grenze erreicht habe und in diese Aktien erstmal nicht investieren werde. Kleiner als 1% bedeutet dementsprechend, dass hier Nachholbedarf besteht. Die kleinen Werte ergeben sich daraus, dass ich diese Aktien im Sparplan bespare und noch keine großen Positionen aufgebaut habe.

Bei den gelben Markierungen (Kosten gesamt) handelt es sich um Aktien, die ich als nächstes aufstocken möchte. Es werden alle Unternehmen gelb markiert, die zwischen einem Wert von 170€ – 499€ liegen. Denn wie weiter oben erwähnt, möchte ich mein Depot relativ gleichmäßig bei 2 – 3 % halten. Damit ich dies erreiche sollen diese Aktien erstmal auf 400€ aufgestockt werden.


Rating

Das Rating bezieht sich auf „meine“ Art normale Unternehmen zu bewerten. Es bildet das Gesamtergebnis aus dem Safety-Check und dem Dividenden-Check ab. Der Safety-Check basiert auf der Bewertungsmethode DVK Quality Snapshots.

Der Dividenden-Check beruht auf meiner eigenen Bewertungsgrundlage. Insgesamt können 60 Punkte erreicht werden und alles über 36 Punkte ist für mich investitionswürdig. Vereinfacht gesagt stellt der Safety-Check den Investmentgrund dar und der Dividenden-Check das Dividendenpotential.

Safety-Check

Die Bewertung sieht dann so aus:

Safety-Check

Eine kurze Erklärung zu den 5 Kategorien:

Der Safety Rank von Value Line misst das Gesamtrisiko eines Unternehmens in Bezug auf ca. 1700 andere Unternehmen. Dabei werden sowohl der Preis-Stabilitäts-Index als auch die finanzielle Stärke des Unternehmens berücksichtigt.

Die finanzielle Stärke wird von Value Line durch verschiedene Faktoren bestimmt. Dabei ist die Größe der Verschuldung einer der wichtigsten Punkte.

Die Bewertung wird schlechter, je größer der prozentuale Anteil an Schulden in Bezug auf das gesamte Kapital ist. Wenn die Verschuldung steigt, wird es für ein Unternehmen immer schwieriger, laufende Verbindlichkeiten zu decken. Dies wird besonders in schwierigen ökonomischen Zeiten sichtbar.

Im Umkehrschluss bedeutet dies, je besser die Bewertung ist, desto potenter und sicherer ist das Unternehmen. Gerade in Bezug auf Wachstum und Dividenden-Zahlungen ist die finanzielle Stärke ein wichtiger Aspekt.

Der ökonomische Burggraben von Morningstar beschreibt einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Unternehmen. Ein Unternehmen mit einem guten Burggraben kann sich auch über Jahre gegen seine Mitbewerber durchsetzen und dabei weiterhin hohe Kapitalerträge erwirtschaften.

Das Kredit-Rating von Standards & Poor (S&P) gibt Auskunft über die Kreditwürdigkeit von Unternehmen. S&P bewertet u.a. die Wahrscheinlichkeit der Schuldenrückzahlung durch ein Unternehmen.

Der Dividenden Safety Score von Simply Safe Dividends gibt Auskunft über die Unternehmensfähigkeit Dividenden durchgehend zu zahlen. Dabei werden eine Vielzahl von Daten berücksichtigt, wie zum Beispiel:

  • Verschuldungsgrad
  • Payout-Ratios
  • Rezessions-Performance
  • Dividenden langlebigkeit
  • Free-Cash-Flow Generierung

Dividenden-Check

Beim Dividenden-Check geht es nochmal um die einzelnen Kennzahlen, welche für ein Dividendeninvestment entscheidend sind. Eine genau Erklärung findet man dazu in meinem Beitrag „In 5 Schritten zum Traumportfolio“.

Dividenden-Check

Anmerkung: Gerade die Bewertung im Dividenden-Check kann von Person zu Person unterschiedlich ausfallen. Ich habe für mich diese Werte festgelegt, damit ich für mich meine effektivsten Dividendenzahler finden kann. Der Dividenden-Check funktioniert nur für „normale“ Unternehmen. Reits und auch Banken werden anders bewertet.

Für die REIT Bewertung habe ich bereits weiter oben den Link hinterlegt. Wer sich gerne Mal eine Analyse für ein normales Unternehmen anschauen möchte, der kann gerne meinen Beitrag „Aktienanalyse – 3 Pharmaunternehmen im Check“ anschauen.


Ratings im Überblick

Ich möchte qualitativ, hochwertige Unternehmen in meinem Dividenden-Aktiendepot. Dabei helfen mir die oben genannten Bewertungsmethoden extrem. Hier nochmal ein kurzer Überblick über die einzelnen Bewertungen.

Warum zeige ich nun diese Rankings? Zum einen sieht man, dass ich immer irgendwo Abstriche machen muss. Eine extrem hohe Sicherheit bekomme ich nicht ohne Punkte im Dividenden Rating zu verlieren und umgekehrt. Ich denke mein Depot ist ein guter Mix aus Sicherheit und Ertrag.

Nehmen wir zum Beispiel AbbVie. AbbVie schneidet im Safety-Check mit 17 von 25 Punkten eher mäßig ab. Im Dividenden-Check erreichen sie aber 34 von 35 Punkten. Da es sich um ein Pharmaunternehmen handelt und ich die Branche als sehr sicher empfinde, sehe ich hier absolut keine Bedenken und es war für mich ein klarer Kauf.

Als Gegenbeispiel dazu Apple. Apple ist ein hervorragendes Unternehmen mit großem Wachstumspotential, welches zusätzlich noch eine super sichere Anlage ist. Allerdings zeigt sich diese Sicherheit extrem im Dividenden-Check. Das Yield (Rendite) liegt aktuell irgendwo um 1%. Ich bekomme für knapp 300€ nur 2,77€ an Dividenden. Es gibt in meinen Augen also attraktivere Unternehmen, wenn es um den Dividendenaufbau geht.

Beispiel

Nur zum Vergleich einmal AbbVie, Apple und Archer Daniels Midland gegenüber gestellt.

Bei AbbVie erhalte ich aktuell eine Dividende von 57€ und in 5 Jahren beträgt diese 100€. Von Apple bekomme ich knapp 9€ und in 5 Jahren sind es 12 €. Archer Daniels Midland zahlt mir 36€ – 5 Jahre später sind es 43€. Jetzt nehme ich den groben Mittelwert für die 5 Jahre. Abbvie 75€, Apple 10,5 und ADM 39€.

Ich bekomme also auf 5 Jahre gerechnet 375 (ABBV), 52 (AAPL) und 195€ (ADM).

Ich habe für 1000€ 3 Shares von Apple erworben, abzüglich der Dividendeneinnahmen müsste der Kurs pro Aktie also um 53€ steigen, damit ich einen gleichen Gegenwert zu ADM beispielsweise bekomme.

Warum habe ich nun trotzdem Apple im Depot?

Zum einen bietet Apple wie oben erwähnt eine extreme Sicherheit und zum anderen denke ich, dass die Apple Aktie in den nächsten Jahren noch deutlich an Wert zulegen wird. Apple ist für mich also eher eine Geldanlage im Sinne von Geldspeicher, als ein super Dividendenzahler. Deshalb benutze ich dafür auch „nur“ einen Sparplan.

Nun gut soviel zum Thema „Wie ich mich zwischen Aktien entscheide“. Weiter geht es mit der Depotvorstellung.


Sparplan und Investitionen

Meine Depots habe ich bei der Consorsbank* und bei der ING Bank. Wenn du noch auf der Suche nach einem Depot bist oder einfach nur Mal eine Broker-Übersicht haben möchtest, kann ich dir meinen Artikel „Welcher Aktien-Broker passt zu mir?“ empfehlen. Dort habe ich die gängigsten Anbieter verglichen.

Ich spare jeden Monat 5 Aktien zu je 25€. Alle 2 Monate bespare ich zusätzlich die Amazon-Aktie mit 25€. Die Amazon-Aktie dient dabei als Geldanlage. Aktuell sind folgende Unternehmen in meinem Sparplan:

  • BlackRock
  • Broadcom
  • Ishares Dow Jones Asia Pacific Select Dividend 30
  • Ishares Euro Stoxx Select Dividend 30
  • Ishares Stoxx Global Select Dividend 100

Sobald BlackRock und Broadcom die 400€ bzw. 500€ Marke erreicht haben, werden sie durch Apple und Mastercard ausgetauscht. Der Ishares Stoxx Global Select Div. 100 ist im Moment auch eher ein Geld-Zwischenspeicher und wird bei einem gewissen Betrag in Einzelaktien investiert.

Neben diesen 125€ investiere ich monatlich noch eine Summe direkt in Einzelaktien, sofern sich eine gute Gelegenheit bietet. Ansonsten wandert auch der Rest in den Sparplan.

Dividendenkalender

Der Kalender gibt mir einen kurzen Überblick, wann welche Unternehmen zahlen und ich behalte die Übersicht darüber, dass die Zahlungen auf die Monate gleichmäßig verteilt sind.

Bei den „normalen“ Unternehmen gelingt dies ganz gut, bei den REITs sieht es im März, Juni, September und Dezember eher mau aus. Das heißt ich muss dafür später den März bei den „Normalos“ etwas übergewichten. Aktuell liegt die Zielsetzung bei 65€ Dividenden im Monat. Dieses Ziel werde ich wohl auch zum Jahresende erreichen.


Auswertung

Zu guter Letzt noch mein Auswertungs-Datenblatt. Hier habe ich alle wichtigen Informationen kurz und prägnant in der Übersicht.

Die Dividenden pro Share sind eher eine Spielerei, als eine wirklich nützliche Info. Ich finds nur spannend zu sehen, was ich im Schnitt bekomme.


Das soll es von meiner Seite gewesen sein. Mich würden eure Depots interessieren und wie ihr diese im Blick behaltet. Feedback, Fragen und Anregungen sind wie immer gerne in den Kommentaren gesehen und gewünscht.


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