Home Depot vs. Lowe’s Companies – außergewöhnliche Unternehmen mit starkem Dividendenpotential

Die Baumarktbranche boomt in Amerika und zwei Unternehmen profitieren besonders davon. Home Depot und Lowe’s Companies sind zwei Giganten aus dieser Branche, doch welches Unternehmen bietet das bessere Gesamtpaket für eine Investition?

Unternehmensvorstellung

The Home Depot ist mit 2.296 Geschäften und einem Börsenwert von $236B, die größte Baumarktkette in Amerika. 2020 belegte das Unternehmen in der Forbes Global 2000 Liste den 106. Rang. Der Umsatz belief sich auf $110B bei einem Gewinn von $11,2B.

Zum Vergleich: Der Umsatz lag 2017 noch bei $94,595B. Der aktuelle Umsatz vom Januar 2021 liegt bei $132,110B.

Das ist eine Steigerung von knapp 40% in den letzten Jahren.

Aktuell gibt es 2.197 Lowe’s Märkte in Amerika. Mit einem Börsenwert von $72B und einem Umsatz von $4,3B belegt das Unternehmen Rang 173 in der Forbes Global 2000 Liste von 2020.

Zum Vergleich: Der Umsatz lag 2017 noch bei $65B. Der aktuelle Umsatz vom Januar 2021 liegt bei $89,5B.

Das ist eine Steigerung von knapp 38% in den letzten Jahren.

Trader-Konto

An Hand der Zahlen wird schon deutlich, dass es sich bei beiden Unternehmen um wirklich attraktive Investitionsgelegenheiten handeln könnte. Allerdings ist dies alleine natürlich kein Kaufkriterium. Ich möchte die besten Unternehmen für mein Depot und dementsprechend analysiere ich sie immer ausführlich und datenbasiert.

Erfolgsdreieck Dividendenaktien | vermoegendezeiten.de

Für meine Analyse schaue ich mir 5 grundlegende Kategorien an. Denn am Ende des Tages muss für mich ein Unternehmen drei wichtige Kriterien erfüllen:

  • Schutz meiner Investition: Ich möchte das Risiko eines Kapitalverlustes so gering wie möglich halten bzw. mindestens mein eingesetztes Kapital erhalten.
  • Rückerstattung der investierten Summe: Wenn ich Geld investiere, möchte ich es irgendwann zurückbekommen. Dies geschieht in meinem Fall durch die Dividenden und deren Wachstum. Es ist also auch hier elementar wichtig, dass die Dividenden so sicher wie möglich sind.
  • Ertrag auf das investierte Kapital: Hier geht es um den gesamten Gewinn bezogen auf mein eingesetztes Geld. Denn neben der Dividendenzahlung sollen natürlich auch die Kurse gewinnbringend steigen.

Vorgehen und Bewertung

Insgesamt werden über 34 Daten erhoben, mit dem Durchschnitt verglichen und dann nach verschiedenen Gesichtspunkten bewertet. Die Gesamtpunktzahl liegt hier bei 65 Punkten.

Die Daten für die Analyse wurden von seekingalpha.com, gurufocus.com, finbox.com, portfoliovisualizer.com und standardandpoors.com entnommen.

Meine Bewertungsskala basiert auf der Auswertung von knapp 60 Unternehmen (u.a. 40 Dividenden-Aristokraten und Unternehmen wie Microsoft, Apple etc.). So kann ich auch sektorübergreifend einzelne Aktien miteinander vergleichen.

Zur optischen Auswertung habe ich Sterne vergeben. Da ich eine recht strenge Bewertung zu Grunde lege, gelten Unternehmen ab 3 Sternen als Investment-Case.

Analyse-Bewertung

Info Box

1 – 2 Sterne = kein Investment-Case
2,5 Sterne = spekulative Gelegenheit, auf Gewichtung im Depot achten.
3 Sterne = solides Unternehmen mit dem man nicht viel falsch machen kann.
4 Sterne + = absolutes Top-Unternehmen

Die zweite Sternbewertung spiegelt die Kaufgelegenheit wieder. Diese basiert auf der erreichten Gesamtpunktzahl und dem dementsprechenden Sicherheitsnetz zur Fair Value.

Preis-Bewertung

Info Box

0 Sterne = überteuert oder auf Grund der Analyse-Bewertung irrelevant, da kein Investment-Case
1 Stern = potentielle Kaufgelegenheit | leicht unterbewertet
2 Sterne = gute Kaufgelegenheit | gute Unterbewertung
3 Sterne = hervorragende Kaufgelegenheit | starke Unterbewertung


Unternehmensanalyse

Beide Unternehmen können extrem starke Werte vorweisen und sind bis jetzt tatsächlich zwei der besten Unternehmen in allen meinen Analysen. Alleine die Steigerungen beim Umsatz, dem operativen Gewinn und dem Nettogewinn sprechen eine deutliche Sprache. Hinzu kommen absolut gute Werte bei der Unternehmensstabilität. Hier schneidet Lowe’s sogar noch etwas besser ab.

In Punkto Dividendensicherheit sieht man vor allem bei Lowe’s, dass sie noch sehr stark auf Wachstum ausgelegt sind (niedrige Payout-Ratios). Home Depot hat Payout-Ratios, die im Idealbereich liegen – eine gute Balance zwischen Dividendenausschüttung und Wachstum.

Auch im Bereich der Profitabilität zeigen beide Unternehmen starke Werte, wobei Home Depot hier klar die Nase vorne hat. Mit jeweils 5 Sternen bei der Attraktivität gibt es für Investoren nicht viel bessere Unternehmen. Nicht nur, dass sie mit diesen Werten viele andere Unternehmen hinter sich lassen, sie schneiden auch im Vergleich zum S&P 500 deutlich stärker ab. Kursgewinne von über 100% gepaart mit einer zufriedenstellenden Rendite und einem kernigen Dividendenwachstum bescherten Investoren in den letzten 5 Jahren äußerst attraktive Total Returns.

The Home Depot

Datenanalyse Home Depot | Stand: 12.03.21 | vermoegendezeiten.de

Lowe’s Companies

Datenanalyse Home Depot | Stand: 12.03.21 | vermoegendezeiten.de

Fazit

Beide Unternehmen bieten wohl für jedes Dividendendepot einen sehr guten Mehrwert und sind in meinen Augen „top Picks“. The Home Depot schnitt in der Bewertung noch etwas besser ab. Es hat ein höheres Dividendenwachstum und eine höhere Rendite. Auch die Steigerung im Bereich Umsatz etc. sind nochmal deutlich größer. Wenn man sich die Market Caps und das Wachstumspotential in dieser boomenden Branche anschaut, sehe ich bei Lowe’s aber ebenfalls noch sehr großes Entwicklungspotential.

Man wird mit beiden Unternehmen nicht viel falsch machen können. Der einzige Wermutstropfen ist, dass sowohl Home Depot, als auch Lowe’s Companies aktuell leicht überbewertet sind. Bei einer leichten Korrektur in Richtung Fair Value, wären sie für mich aber schon Kaufkandidaten. Denn ich sehe in naher Zukunft nicht, dass sie nochmal so deutlich einbrechen, wie zu Beginn der Corona-Pandemie.


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